Es soll ja Menschen geben, die ihren Garten nicht industriell-maschinell bearbeiten sondern die Natur zum Zuge kommen lassen. In solchen Fällen läßt sich die Natur nicht lumpen und beglückt die Besucher audio-visuell. Man findet eine Farbenpracht und eine Geräuschkulisse in Kombinationen, wie sie sich kein Maler hätte besser ausdenken können.

Mit der Geometrie der Malerei dann Fotos zu erstellen, die digital Farbe und Licht so im Rahmen komponieren, daß das Ergebnis schön aussieht – das ist dann die Herausforderung. Digitale Pinsel wie Lichtstärke und Bokeh sind dabei die erweiterten Malerei-Werkzeuge.

Dann wird auch die Natur vor der Haustür ein Kunstwerk, das woanders nicht schöner sein könnte, nur anders.

Meine Vorgehensweise habe ich bei einem Besuch im Garten praktiziert.

Das können Sie nun sehen.

Bei diesem Foto lag die Herausforderung darin, die vorderste Blüte hervorzuheben und die Blütenstempel komplett scharf zu stellen.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Beim nächsten Foto kam es darauf an die Landschaft mit Vordergrund und Hintergrund zu erfassen. Obwohl die vorderen Pflanzen dominieren, sind sie doch nur so stark, weil der wunderschöne farbige Hintergrund sie einbettet. Damit aber nicht genug. Hier kommt es wesentlich auch auf den Rahmen an, weil die gewachsene Natur so erfaßt werden mußte, das sie von sich aus den Blick nicht hinter den Rändern verschwinden läßt sondern den Blick von unten nach oben und dann von links nach rechts durch das gesamte Bild führt.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Dieses Foto zeichnet sich durch eine einzigartige Makroschärfe aus. Punktgenau auf der Spitze liegt die Schärfe und danach genießt das Auge den weichen Bokehverlauf der gesamten Blüte.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier war die Aufgabe den Eingriff des Menschen durch die Gehsteine so fotografisch zu integrieren, daß sie sich einfügen.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Und zuguterletzt geht es in diesem Foto einfach darum, die Schönheit der Natur in dieser Blüte zu sehen. Dabei mußte das vordere Blatt und der obere Blattteil scharf sein und sich so von den Blättern dahinter abheben, daß es eine sichtbare Abgrenzung gibt und zugleich einen für das Auge sehr angenehmen Unschärfeverlauf, der erst nach der gesamten Blume richtig eintritt und das gesamte Foto malerisch einbettet.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke