Etwas HDR

Kennen Sie Friedrich Harkort? Damals war er berühmt, heute kennt ihn kaum noch jemand.

Er war der „Vater des Ruhrgebietes“ und er wußte, wo es schön ist.

Friedrich Harkort Wohnhaus in Wetter an der Ruhr - Foto: Michael Mahlke

Friedrich Harkort Wohnhaus in Wetter an der Ruhr – Foto: Michael Mahlke

Eigentlich habe ich diese Gegend in Wetter an der Ruhr entdeckt, weil dort eine sehr gute Zahnarztpraxis ist. Aber ich staunte nicht schlecht als ich merkte was für ein Kosmos direkt an dieser Stelle ist.

Hier ist die Freiheit und so heißt das Örtchen auch: Die Freiheit Wetter.

Freiheit Wetter Ruhr - Foto: M. Mahlke

Freiheit Wetter Ruhr – Foto: M. Mahlke

Ich kenne keinen Ort, der auf so wenigen Metern so viele und so unterschiedliche Baustile und architektonische Versuche beinhaltet. Sie finden hier vereinfacht gesagt 1000 Jahre Baugeschichte auf 100 Metern, wenn man diese pro Himmelsrichtung rechnet.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Es gibt dort wunderschöne kleine Beete, die den Straßenverkehr sehr elegant von den Fußgängern trennen und die Stadt hat offenbar gelernt, den Klimawandel und das Verhältnis von Fußgängern und Autos auch an Hauptstraßen ertragbar für alle Seiten zu gestalten statt eine reine Betonwüste mit schlechter Luft und ungebremster Lautstärke und entsprechenden Folgen zu bauen. Hier auf dem Bild sehen Sie, daß der dicke Transporter kaum wahrgenommen wird, weil ein kluges Kurvenbeet angelegt wurde.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die meisten Straßen im Umfeld sehen so aus und haben selbst auf kleinstem Raum ein Verhältnis von Natur, Beton, Autos und Fußgängern geschaffen, das seinesgleichen sucht, wobei dies nicht immer so ist.

Denn es gibt auch umgekehrt die absolute Ironie.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die Gartenstraße hat eben keinen Garten sondern man sieht nur Beton….

So ist das mit den Wörtern und der Fantasie im Leben.

Doch dieser kleine Ortsteil hat es in sich. Man überquert eine Straße und ist an einem anderen Ort….

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Ein paar Schritte auf dem Gehweg und ein Blick nach links um die Ecke und schon ist man fast im Mittelalter.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die nächste Straße rechts führt zum Turm und zur Burg Wetter.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Und dann finden die Blicke nur noch eine versunken scheinende Welt, die sich dann doch als ganz real erweist.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Wäre da nicht der Schornstein, könnte dies alles auch ein Bild aus früheren Zeiten sein…

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Und so ist Erholung mit Blicken auf Natur und Architektur möglich und ermöglicht wunderschöne Anblicke und Ausblicke.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Letzte Impressionen sind hier zu sehen, noch viele mehr, wenn Sie dort einfach mal hinfahren. Parken kann man rund um die Kaiserstraße ab Nr. 195 in Wetter an der Ruhr. Von dort laden alle vier Himmelsrichtungen zum Erkunden ein. Oder Sie kommen mit der Bahn. Dann müssen Sie allerdings ca. 500m Fußweg, leicht bergauf rechnen.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Eine gute Zeit!

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Dieser kleine Ort ist absolut genial. Er ist irgendwie das Ende des Bergischen Landes und der Anfang des Ruhrgebietes. Auf Felsen gelegen ermöglicht er Blicke auf das Ruhrgebiet und verbindet das Bergische mit dem industriellen Wandel und den Traditionen der Moderne. Der Ort eignet sich ideal für einen Kurztrip oder um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.